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Teil
1
Die
Entstehung der Leipziger
Tieflandsbucht
Im Westen Sachsens,- begrenzt durch das Erzgebirge im
Süden - flankiert von der Saale im Westen und der Elbe im Osten
- liegt die Leipziger Tieflandsbucht.
Während sich im Tertiär , also vor ca, 25 - 50 Mio
Jahren, die meisten der heutigen Mittelgebirge bildeten und sich so auch
das Erzgebirge und das Voigtland
hoben, senkte sich deren Vorland in einer langsamen Ausgleichsbewegung zu
einem Becken, das heute auch Weißelsterbecken genannt wird.
Hier befindet sich der geologische Bildungsraum der
Braunkohle des Bornaer und
des benachbarten Zeitz-Weißenfelser Revieres.
Als Folge der grologischen Veränderungen stieg der
Grundwasserspiegel. Flüsse vom Süden brachten Verwitterungsmassen heran
und lagerten sie in einer Art Delta ab. Zudem kam das Meer von Norden her
bis in unser Gebiet, wo es abwechselnd vordrang und zurückwich.
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Flashanimation zu Prozesse bei der Entstehung von Braunkohle
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Teil
2
Biologische,
chemische und physikalische Prozesse bei der Entstehung von Braunkohle
Die überfluteten pflanzlichen Organismen starben ab
Anschließend wurde ihr Kohlenstoff durch das Wirken von
Mikroorganismen unter Luftabschluß in Torf umgewandelt.
Lange Zeit blieben die Absenkungsgeschwindigkeit des
Untergrunds und die Wachstumsgeschwindigkeit der Moore konstant.
Sank der
Untergrund schneller, kam es zur Einschwemmung von Sanden und Torfen und
das Moor wurde abgedeckt.
Der Druck dieser überlagernden Schichten und die
dementsprechend erhöhte Temperatur (= Wärme) setzten die biochemischen
Vorgänge fort, welche später von geochemischen Vorgängen abgelöst
wurden.
Der Effekt dieser mehrere Millionen Jahre dauernden
Prozesse ist die Anreicherung des Kohlenstoffgehalts oder mit anderen
Worten: der Torf ist in
Braunkohle umgewandelt worden.
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Teil
3
Die
Schichtung im Bornaer Braunkohlerevier
In Gebiet der Leipziger Tieflandbucht entstanden
durch mehrmalige Moorbildung und Abdeckung mit Sanden und Tonen vier übereinander
liegende Braunkohleflöze.
Vor ca. 25 Mio. Jahren (im Mittelologozän) drang
das Meer über unser Gebiet weiter nach Süden vor und erreichte dabei
Tiefen von 60 - 100 Metern. Jetzt konnten keine neuen Braunkohlenmoore
mehr entstehen.
Dagegen kam es kam zur Ablagerung von Meeressanden
und Tonen, die bis zu 23 m mächtige Schichten bildeten.
Mit ihrem Gewicht drückten sie auf die Braunkohleflöze.
So wurde der Inkohlungsvorgang in den darunter liegenden Schichten bei
hohem Druck und dementsprechend höherer Temperatur noch beschleunigt .
Infolge der erneuten Hebung des Erzgebirges grub sich
der Thierbacher Fluß sein Bett bis in die kohleführenden Schichten und
hinterließ seine Ablagerungen in der von ihm eingeschnittenen Rinne.
Die Deckschicht besteht aus sehr fruchtbarem Lößlehm,
der während der letzten Eiszeit vor dem Inlandeis angeweht wurde.
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